Gudd gess - saarländische Rezepte

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Hier finden Sie einige meiner Lieblingsrezepte aus der saarländischen Küche, aber auch aus anderen Regionen dieser Erde, deren erste Bewohner nach den Theorien von Prof. Dr. Ludwig von der Saar bekanntermaßen ja auch Saarländer waren! Egal, Haupsach gudd gess! Also, guten Appetit! (Rezepte ohne besondern Hinweis für 4 Personen)
 

 

R e  g i s t e r:

 

Gefillde (Gefüllte Klöße)

Hooriche ("Haarige" Kartoffelspatzen)

Schales/Dibbelabbes

Grummbeerkiechelcher (Kartoffelpuffer) 

Geheirade 

Piffareehr  (Macaroni)

Gebrodne (Bratkartoffeln)

Gereeschde (Röstkartoffeln)

Ohwegeleehde

Schwenga (Schwenkbraten)

Gehackdeskiechelcher (Frikadellen)

Lyonerpann (Lyonerpfanne) 

Schnittlauchsalat 

Bettsächasalat (Löwenzahnsalat) 

Mausohrsalat (Feldsalat)

"Rogers" Spitzkohlsalat 

Gummaresalat (Gurkensalat) 

Grummbeersalat (Kartoffelsalat)

Schnibbelches Bohnesupp (Grüne Bohnensuppe) 

"Rogers" Spaghetti-Salat

"Rogers" Hähnchen-Curry mit Reis  

Lyoner "warmgemacht" 

"Rogers" Berliner Hackbällchen 

"Rogers" Irish Stew

Buttermilch-Blaubeer-Pfannkuchen 

 

Gefillde (Gefüllte Klöße)

Man nehme:

1500 g rohe Kartoffeln, 1000 g gekochte Kartoffeln, 2 Eier, Salz, Mehl oder (einfacher) 1 Pk. Kartoffel-Knödel-Teig halb und halb sowie 4 mittelgroße, rohe Kartoffeln, fein gerieben 500 g gemischtes Hackfleisch, 200 g Kalbsleberwurst, 1 Stange Lauch Salz, Pfeffer, Maggi-Würze, Essig (Melflor), 1 Scheibe helles Brot, in Würfel geschnitten, 1 EL Margarine, 2 Becher Sahne,

Los geht's:

Für den Teig die rohen Kartoffen fein reiben und gut ausdrücken, die gekochten Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse/ein Sieb drücken und mit den rohen Kartoffeln gut vermengen. Eier und Salz zugeben und verrühren, bei Bedarf (wenn zu feucht) etwas Mehl einrühren, oder alternativ die Halb & Halb-Kloß-Mischung nach Anleitung anrühren, die vorgeschriebene Flüssigkeitsmenge mit den feingeriebenen rohen Kartoffeln auffüllen, leicht salzen. Für die Füllung Hackfleisch, Kalbsleberwurst und kleingeschnittenen Lauch in etwas Öl gardünsten, mit Pfeffer würzen und verrühren bis eine sämige gleichmäßige Masse entsteht. Die Masse abkühlen lassen. Aus dem Teig gleichmäßige, handgrosse, fingerdicke Platten formen, darauf jeweils ca. einen EL der abgekühlten Füllmasse legen. Mit einer zweiten Platte abdecken, dann die Ränder fest andrücken und zu einem runden Kloß formen. Die Klöße in kochendes Salzwasser geben, die Hitze sofort reduzieren, die Klösse ziehen lassen bis sie im Wasser aufsteigen (ca. 20 Minuten). Für die Sosse die Brotwürfel in der Margarine anbräunen, mit der Sahne auffüllen und mit Maggi, Pfeffer und einem Schuss (Melflor)-Essig würzen. Soße leicht einreduzieren bis sie sämig ist, dann über die aus dem Wasser genommenen Klöße geben und mit Sauerkraut servieren.

 

 

Hooriche ("Haarige" Kartoffelspatzen)

Man nehme:

1500 g rohe Kartoffeln, 1000 gr gekochte Kartoffeln, 2 Eier, Salz, Mehl oder (einfacher) 1 Pk. Kartoffel-Knödel-Teig halb und halb sowie 4 mittelgroße, rohe Kartoffeln, fein gerieben Salz, Pfeffer, Maggi-Würze, Essig (Melflor), 1 Scheibe helles Brot, in Würfel geschnitten, 1 EL Margarine, 2 Becher Sahne,

Los geht's:

Für den Teig die rohen Kartoffen fein reiben und gut ausdrücken, die gekochten Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse/ein Sieb drücken und mit den rohen Kartoffeln gut vermengen. Eier und Salz zugeben und verrühren, bei Bedarf (wenn zu feucht) etwas Mehl einrühren, oder alternativ die Halb & Halb-Kloß-Mischung nach Anleitung anrühren, die vorgeschriebene Flüssigkeitsmenge mit den feingeriebenen rohen Kartoffeln auffüllen, leicht salzen. Aus dem Teig gleichmäßige, fingerlange "Schwänze" formen (rollen) . Die "Schwänze" in kochendes Salzwasser geben, die Hitze sofort reduzieren, die "Schwänze" ziehen lassen bis sie im Wasser aufsteigen (ca. 20 Minuten). Während dessen für die Soße die Brotwürfel in der Margarine anbräunen, mit der Sahne auffüllen und mit Maggi, Pfeffer und einem Schuss (Melflor)-Essig würzen. Soße leicht einreduzieren bis sie sämig ist, dann über die aus dem Wasser genommenen "Schwänze" geben und mit Sauerkraut servieren.  

 

 

Schales/Dibbelabbes

Achtung: Hier streiten im Saarland die "Experten" darüber, welches der beiden vom Teig her ähnlichen oder gar gleichen Gerichte denn nun in der Pfanne auf dem Herd oder im Bräter im Backofen gegart wird. Obwohl bei mir zu Hause immer nur "Schales" gegessen wurde, und dieser in der Pfanne auf dem Herd gebraten wurde, scheint nach den durchforschten Quellen "streng wissenschaftlich"die nachstehende Zuordnung zuzutreffen. Aber gut, jeder nach seinem Gusto!

 

Schales

Man nehme:

2000 g Kartoffeln, 250 g Dürrfleisch, 2 Stangen Lauch, 1 große Zwiebel, 1 Ei, Salz Pfeffer (wer es "gesund" mag, nehme noch 2-3 feingeriebene Karotten und 4-5 EL Haferflocken dazu)

Los geht's:

Die rohen Kartoffeln und die Zwiebel fein reiben, Lauch kleinschneiden und zugeben, ebenso das Ei, Salz und Pfeffer (sowie bei der "gesunden" Variante die Karotten und Haferflocken). Das Dürrfleisch keinwürfeln und in einem Gussbräter/einer Gusspfanne knusprig anbraten, Teigmasse daraufgeben und im Backofen ca. 1,5 - 2 Stunden bei 180°-200° garen bis sich oben eine knusprige braune Kruste gebildet hat. Zusammen mit Apfelmus servieren.

 

Dibbelabbes

Teig wie bei Schales, allerdings wird Dibbelabbes im Bräter nicht im Backofen, sondern auf dem Herd gegart, wobei die Masse, wenn sie unten gut angebraten ist, mit dem Pfannenwender in gleichgroße Stücke geteilt und diese dann mehrfach gewendet werden , damit rundum eine goldbraune knusprige Kruste entsteht. Eine andere Variante ist, die unten angebratene Masse nicht zu zerteilen, sondern als Ganzes zu wenden und dann auf der anderen Seite ebenfalls goldbraun anzubraten. Es entsteht dann eine Art "Kuchen", den man gut in gleichmäße Stücke zurteilen kann. Dazu wird ebenfalls Apfelmus gereicht.

 

 

Grummbeerkiechelcher (Kartoffelpuffer)

Man nehme:

2000 g Kartoffeln, 1 Stange Lauch, 1 große Zwiebel, 2 Eier, Salz, Pfeffer, Maggi,  4-5 EL Haferflocken

Los geht's:

Die rohen Kartoffeln und die Zwiebel fein reiben, Lauch kleinschneiden und zugeben, ebenso die Eier, Salz, Maggi und Pfeffer sowie die Haferflocken. Mit einem Esslöffel die Masse portionsweise in einem Gussbräter/einer Gusspfanne beidseitig knusprig anbraten, Zusammen mit Apfelmus servieren oder als Beilage zu z.B. "Schnibbelchesbohnesupp".

 

 

Geheirade [Mählknebbcher = Mehlklöße mit Kartoffeln "verheiratetet" - italienisch: "Mähledeknebbsa")

Man nehme:

500 g Kartoffeln, 300 g Mehl, 2 Eier, ca. 150 ml Mineralwasser, 2 EL Quark, Salz, Pfeffer, Maggi, 2 Becher Sahne, 1 Scheibe helles Brot 

Los geht' s:

Kartoffeln schälen und und gleichmäßige Schnitze oder größere Würfel schneiden, in Salzwasser geben und erhitzen. Die Eier in eine Schüssel geben, Mineralwasser, Quark und Salz zufügen und alles gut verrühren. Dann das Mehl einrühren, bis ein glatter gleichmäßiger Teig entsteht, der zähflüssig vom Löffel tropft. Nach ca. 15 min den Teig mit einem Esslöffel, und zwar jeweils eine Löffelspitze voll, zuden kochenden Kartoffeln geben.

Tipp: Wenn man den Löffel am Anfang kurz in dem kochenden Wasser "anwärmt", löst sich der Teig besser!.

Gleichzeitig für die Soße die Brotwürfel in der Margarine anbräunen, mit der Sahne auffüllen und mit Maggi, Pfeffer würzen. Soße leicht einreduzieren bis sie sämig ist. Wenn die "Mählknebbcher" obenschwimmen, zusammen mit den Kartoffeln in seine Seihschüssel geben und Wasser abgiesen. In eine Servierschüssel geben und mit der Soße übergießen, fertig! Dazu je nach Geschmack Salat (grün oder Tomate) oder eingekochte Früchte (z.B. Mirabellen) reichen.  

 

 

Piffareehr (Pfeifröhren, Macaroni))

Man nehme: 1 Pck Macaroni-Nudeln (250 g), 6-8 mittelgroße Kartoffeln, 2 Becher Sahne, 1 Scheibe helles Brot, 1-2 EL Margarine, Salz, Pfeffer, Maggi

Los geht's:

Kartoffeln schälen und in gleichmäßig Stücke (Schnitze oder größere Würfel wie etwa bei Salzkartoffeln) schneiden, in ausreichend Wasser zum Kochen bringen. Nach etwa 15 Minuten die 1-2mal gebrochenen Macaroni-Nudeln zugeben und nach Anleitung mitkochen.

Gleichzeitig für die Sosse die Brotwürfel in der Margarine anbräunen, mit der Sahne auffüllen und mit Maggi, Pfeffer würzen. Soße leicht einreduzieren bis sie sämig ist. Wasser von Kartoffeln und Macaroni nach Garzeit über Seihschüssel abgießen, in Servierschüssel geben und mit der fertigen heißen Soße übergiesen. Fertig! Dazu je nach Geschmack Salat (grün oder Tomate) oder eingekochte Früchte (z.B. Mirabellen) reichen.

 

 

Gebrodne (Bratkartoffel)

Man nehme:

16 mittelgroße Kartoffeln , 2 EM Margarine, 4 EL Öl, Salz

Los geht's:

Kartoffeln schälen, in Schnitze oder gleichmäßige mittelgroße Würfel schneiden, Margarine und Öl in eine Gusspfanne geben, Salz einstreuen und stark erhitzen. Wenn das Fett heiß ist, die Kartoffeln zugeben. Je nach Geschmack nachsalzen und ca. 20 Minuten

Variante 1: bei mittlerer Hitze braten, ohne den Deckel zu öffnen, oder

Variante 2: bei starker Hitze weiterbraten und die Kartoffeln mehrmals wenden, damit man mehr knusprig goldbraune Kartoffeln erhält.

Fertig!

Als Beilagen ist zu empehlen einer der nachfolgenden Salate.  

 

 

Gereeschde (Röstkartoffeln)

Man nehme:

16 mittelgroße Kartoffeln

Los geht's:

Die Kartoffeln in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und ca. 30-40 min lang garen (Pellkartoffel). Danach schälen (pellen) und abkühlen lassen.

Die Zwiebel kleinwürfeln und mit dem Fett in die Bratpfanne geben. 

Die gepellten Kartoffen in dünne Scheiben schneiden, auf die Zwiebeln in die Pfanne geben und ca. 10 min. lang unter mehrmaligem Wenden knusprig braten. Dabei mit Salz und Pfeffer würzen.

Dazu passen Kässchmeer (angemachter Quark, siehe unten), aber auch Eier in verschiedenen Zubereitungen (z.B. Spiegeleier oder Rührei).

 

 

Ohwegeleehde ("auf der Ofenplatte" gegarte Kartoffelscheiben)

Man nehme:

16 mittelgroße Kartoffeln

Los geht's:

Die Kartoffeln in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und ca. 30-40 min lang garen (Pellkartoffel). Danach schälen (pellen) und abkühlen lassen.

Die gepellten Kartoffen dann in fingerdicke Scheiben schneiden, auf die heiße Ofenplatte (heute zumeist E-Herdplatte) legen und beidseitig anbraten (darf ruhig ganz leicht angebrannt schmecken).

Dazu Kässchmeer (angemachter Quark, siehe unten).

 

 

Schwenga (Schwenkbraten) 

Als "Schwenga" bezeichnet man übrigens auch den verwendeten Grill sowie die Person, die selbigen "bedient")

Schwenga oder Schwenkbraten ist mit einer speziellen Würzmischung (im saarländischen Einzehandel erhältlich), Zwiebeln und Öl eingelegtes Schweinefleisch, dass mittels eines (im Mittel autoradgroßen) runden Grills, der in der Mitte eines Dreibeines an einer Kette hin- und her und im Kreis über der Glut eines offenen Buchenholzfeuers pendelt bzw. "schwenkt",  außen schön knusprig-braun und innen saftig-zart gegart wird.
Wichtig: Das Fleisch erst auf den Grill geben, wenn so gut wie keine Flammen und nur noch die kräftige Glut des Buchenholzfeuers übrig ist.
Die Bratenstücke erst wenden, wenn oben der Saft austritt. Wenn nach dem einmaligen Wenden dann erneut oben Saft austritt, ist der "Schwenga" optimal gegart!

Meist wird der Schwenga fertig eingelegt beim Metzger gekauft, man kann ihn  aber auch selbst, wie oben erklärt, einlegen.

Dazu reicht man einen frischen grünen Salat und Brot (Baguette, Flûtes oder Weck) oder aber Kartoffel- oder Nudelsalat. Auch schmeckt  gut eine kräftige braune Fleischsoße dazu.

Keinesfalls fehlen darf ein kühles, am Besten frisch gezapftes (Ur-)Pils.

 

 

Gehackdeskiechelcher (Frikadellen, Buletten...)

Sicher keine typisch saarländische Spezialität, aber auch hier sehr beliebt.  

500 g gemischtes (Schweine- und Rinder-) Hackfleisch, 1 große Zwiebel, 2 Eier, 2 altbackene Weck in Wasser eingeweicht und wieder gut mit einem Geschirrhandtuch ausgedrückt, Senf, Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Currypulver, Maggi 

Los gehts:

Zutaten gut durchmengen, am Besten mit den Händen, dann gleiche handtellergroße "Kiechelcher" formen und in Öl langsam in einer Pfanne durchbraten.

Dazu passen grüne Salate, "Gebrodne" und Amora-Dijon-Senf sowie ein kühles Pils. Gehackdeskiechelcher schmecken aber auch einfach zu oder auf einem halben Weck!

 

 

Lyonerpann (Lyonerpfanne)

Man nehme:

1 Ring (500 g) Lyoner (typische saarländische Fleischwurst), 1 große Zwiebel, 8 mittelgroße Kartoffeln, Salz und Pfeffer, 1 -2 TL Majoran, 2 EL ÖL oder Margarine

Los geht's:

Lyoner, Zwiebel und Kartoffeln in gleichmäßig kleine Würfel schneiden, Fett in einer Bratpfanne erhitzen und die Zutaten darin kräftig anbraten, mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen und bei mittlerer Hitze ca. 20 min fertiggaren.

Dazu passen ein frischer grüner Salat oder Tomatensalat und ein kühles Pils.  

 

 

Schnittlauchsalat

Man nehme:

2 armdicke Bünde Schnittlauch, 8 hartgekochte Eier, 4 EL Öl, 8 EL Essig (Kühne Salata, weil schön mild), Salz, Pfeffer, Maggi und 1 TL Senf (Amora Dijon)

Los geht's:

Schnittlauch in kleine Röllchen, Eier in kleine Würfel schneiden, mit den restlichen Zutaten vermischen und kurz ziehen lassen (Salz, Pfeffer und Maggi nach individuellem Geschmack).

Dazu passen am Besten "Gebrodne" (siehe oben) und ein kühles Fläschchen Pils (Stubbi)!

 

 

Bettsächasalat (Löwenzahnsalat)

Man nehme: 1 ausreichend große Ladung Löwenzahn (im Frühjahr selbst gestochen) oder gekauft, 250 g Dürrfleisch, 2 EL Öl, 8 EL Essig (Kühne Salata), Salz, Pfeffer, Maggi

Los geht's:

Salat waschen, Wurzeln entfernen, in gleichlange Stücke (max. 2 cm) schneiden, Dürrfleisch knusprig braten, Öl, Essig und Gewürze zum Salat geben, am Ende das heiße Dürrfleisch samt ausgetretenem Fett daruntermischen (Vegetarier können anstelle des Dürrfleisches auch 2 hartgekochte, zerkleinerte heiße Eier oder eine mittelgroße zerdrückte heiße Pellkartoffel zugeben).

Dazu passen hervorragend "Gebrodne" (siehe oben) und ein kühles Pils (Stubbi).

 

 

Mausohrsalat (Feldsalat)

Man nehme: 

1 ausreichende Portion Mausohrsalat (= Feldsalat), 4 EL Öl, 4 EL Essig (Kühne Salata), Salz, Pfeffer, 1 mittelgroße Zwiebel

Los geht' s:

Salat waschen, beiseite stellen, Öl, Essig, Salz, Pfeffer und die kleingewürfelte Zwiebel in eine Salatschüssel geben und gut mischen.

Mausohrsalat vorsichtig unterheben und gleich servieren.

Dazu passen "Gebrodne" oder "Gereeschde" (siehe oben) und wieder mal ein kühles Bierchen (Stubbi Pils) 

 

 

"Rogers" Spitzkohlsalat

Man nehme:

1 großer Spitzkohl
Öl, Essig (Kühne Salata oder Melflor), Sahne, Dill, Knoblauch, Salz, weißer Pfeffer, Maggi (Mengen nach Gefühl = "à la meng")
Den Spitzkohl mit einem "Gurkenhobel" in feine Streifen raspeln und in eine große Schüssel geben
Für die Soße 5-6 Knoblauchzehen durchpressen, reichlich Dill (getrocknet oder tiefgefroren), Öl, Essig (1:1) und Sahne beigeben, mit Pfeffer, Salz und Maggi abschmecken. Die Soße sollte leicht sauer und scharf schmecken sowie erst kurz vor dem Verzehr unter den Salat gemischt werden, damit dieser schön "knackig" bleibt.

 

Gummaresalat (Gurkensalat)

Man nehme:

1 Salatgurke (Schlangengurke), 2 EL Öl, 4 EL Essig (Kühne Salata), Salz, Pfeffer, Maggi, 1 TL Dill (getrocknet), 2 TL Senf (Amora-Dijon), 3 EL Sahne

Los geht's:

Gurke in gleichmäßig dünne Scheiben schneiden, restliche Zutaten zugeben, gut mischen und eine gute Stunde ziehen lassen.

Dazu passen "Gebrodne" und "Gehackdeskiechelcher" (siehe oben) sowie ein kühles Pils.

 

 

Grummbeersalat (Kartoffelsalat, niederrheinisch =Erpelschlaad...)

Kartoffelsalat ist sicher keine saarländsiche Erfindung. Dennoch ist er im Saarland sehr beliebt sowohl als Belage, als auch "solo". Daher nachfolgend meine beiden Lieblingsvarianten.

1. Schwäbischer Kartoffelsalat

Man nehme:

16-20 gleichkleine Kartoffeln, nicht zu fest-, aber auch nicht zu mehligkochend, 1 große Zwiebel, 1/4 l heiße Gemüsebrühe, Öl, Essig (Melflor), Salz, Pfeffer

Los geht's: 

Kartoffeln garen und pellen (schälen), Zwiebel in Öl glasigdünsten

Wichtig: Die Kartoffeln müssen beim Anmachen des Salates unbedingt noch heiß sein, da sie sonst die Flüssigkeit nicht mehr aufnehmen! 

Die heißen Kartoffeln in Scheiben schneiden, mit den Zwiebeln, der Gemüsebrühe, etwas Öl, Essig, Salz und Pfeffer gut durchmischen und ziehen lassen. Fertig!

Dazu passen heiße Wiener Würstchen, heißer Lyoner, Wiener Schnitzel, Schwenga oder Hackfleischkiechelcher (Frigadellen, Buletten...), Baguette, Amora Dijon-Senf und ein kühles Pils!

2. "Mamas" Kartoffelsalat mit Zwiebeln und Dürrfleisch

Man nehme: 

16-20 gleichkleine Kartoffeln, nicht zu fest-, aber auch nicht zu mehligkochend, 1 große Zwiebel, 200 g kleingewürfeltes Dürrfleisch, Öl, Essig (Melflor), Salz, Pfeffer, Maggi, Sahne 

Los geht's: 

Kartoffeln garen und pellen (schälen), Dürrfleischwürfel knusprigbraten, Zwiebel zugeben und  glasigdünsten

Wichtig: Die Kartoffeln müssen beim Anmachen des Salates unbedingt noch heiß sein, da sie sonst die Flüssigkeit nicht mehr aufnehmen! 

Die heißen Kartoffeln in Scheiben schneiden, mit dem Dürrfleisch, den Zwiebeln, der Sahne (halber Becker), etwas Öl, Essig, Salz, Pfeffer und etwas Maggi gut durchmischen und ziehen lassen. Fertig!

Dazu passen heiße Wiener Würstchen, heißer Lyoner, Wiener Schnitzel, Schwenga oder Hackfleischkiechelcher (Frigadellen, Buletten...), Baguette, Amora Dijon-Senf und ein kühles Pils!

 

 

Kässchmeer  (Quark)

Man nehme:

500 g Speisequark, Milch, Salz (je nach Gusto auch frische gehackte Gartenkräuter)

Los geht' s:

Quark mit dem Salz (und den Kräutern) mischen und soviel Milch zugeben, bis die Masse schön cremig ist. Fertig!

Dazu passen "Gereeschde" oder "Owegeleede"  (siehe oben), aber auch einfach nur frisches Baguette oder Flûtes und frische Milch. 

 

 

Schnibbelches Bohnesupp (Grüne Bohnensuppe)

Man nehme:

1000 g Stangenbohnen, 2 Karotten, 1 große Zwiebel, 3 mittelgroße Kartoffeln, 1 EL gerocknetes oder 1 Zweig frisches Bohnenkraut, 1 Becher Sahne, 1 EL Margarine, Salz, Maggi, Essig (Melflor) 

 

Los geht's:

Die Bohnen in kleine, gleichgroße Stückchen schneiden, Karotten, Kartoffeln und die Zweibel kleinwürfeln und zusammen dem Bohnenkraut  und der Margarine in einen ausreichend großen Topf geben und mit Wasser auffüllen bis das Gemüse bedeckt ist. Nach Geschmack salzen (als Variante alternativ mit Instand-Gemüsebrühe würzen). Zum Kochen bringen und dann ca. 45 min köcheln.

Mit der frischen Sahne und Maggi und Essig servieren.

Als "Einlagen" empfehlen sich Wiener Würstchen oder Lyonerwurst, oder als Beilage Grummbeerkiechelcher (Kartoffelpuffer, siehe oben). Salz, Pfeffer und Maggi (nach Geschmack)
Salz, Pfeffer und Maggi (nach Geschmack)

 

 

"Rogers" Spaghetti-Salat

(Insalata Nudella alla Saarlandata)

Man nehme:

500 g dünne Spaghetti (z.B. Cappelini Nr. 1 von Barilla) klein brechen (3-5-cm) und al dente kochen.

Zu den noch warmen Nudeln dann geben:

5 hartgekochte kleingeschnittene Eier (noch warm),

11 kleingeschnittene sauere Gurken (Cornichons),

ca. 300 g Delikatess-Mayonaise,

ca.  5 EL Öl (Sonnenblumen oder Walnuss),

ca. 7 EL Essig (nicht zu sauer) z.B. SALATA von Kühne, oder 5 EL von Melflor

ca. 5 EL Gurkensaft (aus dem Gurkenglas), 

1 EL scharfer Senf,

1 EL Dill (getrocknet oder frisch),

Salz, Pfeffer und Maggi nach Geschmack .

 

Los geht's:

Alles gut durchmischen und kühl stellen. Vor dem Servieren jedoch früh aus dem Kühlschrank nehmen, da der Salat am Besten in Zimmertemperatur schmeckt, also eher warm als zu kalt.

Wenn der Salat vor dem Servieren zu trocken ist, mit etwas Mayonaise, Öl und Essig nachwürzen, ebenso mit Salz, Pfeffer und Maggi.

Dazu schmecken: Schwenker, Würstchen, aber auch Barkartoffel oder Flutes usw.  

 

Rogers "Saarsiatisches" Hähnchen-Curry mit Reis
(Party-Rezept für 25-30 Personen)
Man nehme:
ca. 4 kg Hähnchenbrust oder Hähnchenschnitzel
6 Paprika (rot, gelb, grün)
3 Zucchini (mittelgroß)
1,5 kg Zwiebeln
3 Gläser Bohnenkeimlinge (à 330 g/175 g Abtropfgewicht)
2 Gläser Bambussprossen (à 330 g/175 g Abtropfgewicht)
70 g Curry-Pulver
20 g Paprika-Pulver
Chili-Pulver (nach Geschmack)
1/2 Fläschchen Sojasoße
4 Dosen Cocosmilch (400 g)
Gekörnte Geflügelbrühe (Menge nach Geschmack)
2 Päckchen tiefgekühlte Petersilie
Sahne und Mehl
Sonnenblumenöl
Wasser oder trockner Weißwein (Riesling)
und natürlich "Maggi"

Los geht's:

Das Fleisch wie "Geschnetzeltes" zerkleinern und in Öl anbräunen, dann zur Seite stellen.
1,2 kg der Zweibeln in reichlich Öl glasig anschwitzen und mit 1/4 Liter Wasser oder Weißwein ablöschen.
Paprika und Zucchinis in gleichgroße Stifte schneiden und zu den Zwiebel geben und das Ganze ca. 10 Minuten köcheln.
Die Bohnenkeimlinge und Sprossen abtropfen lassen und zusammen mit der Cocosmilch zu dem Gemüse geben.
Jetzt Curry, Paprika,, Petersilie, Sojasoße sowie das Fleisch hinzufügen und nach und nach mit der Hühnerbrühe (gekörnt) abschmecken.
Vorsichtig je nach gewünschter Schärfe Chilipulver beifügen.
Die Sahne (ca. 200 g) und 2-3 gehäufte EL Mehl gut mischen und nach und nach einrühren, bis eine sämige Konsistenz erreicht ist.
Als Beilagen: Reis sowie Feldsalat (Mausohr) und/oder Spitzkohlsalat Rezepte siehe oben)
1800 g Reis garen (Verhältnis Reis-Wasser: 1 zu 1,5 bis 1 zu 2). Dem Kochwasser 3 EL gekörnte Gemüsebrühe zufügen
Die restlichen 300 g Zwiebeln kleinwürfeln und in Öl anschwitzen. Den gegarten Reis sowie 2 EL Curry (ev. auch etwas Kurkuma zur Färbung) zu den Zwiebeln geben und alles vermischen fertig !!!

 

 

Lyoner "warmgemacht"

Das "Ziel" ist, Lyoner "im Ofen warm zu machen", also weder zu braten, noch zu grillen und auch nicht in Wasser (im Topf) zu kochen. Geschmacklich dürfte dies dem "kesselwarmen", also frisch vom Metzger gebühten Lyoner entsprechen, den ich vor Jahren einmal probieren konnte und der durchaus besonders (gut) schmeckte.
Nach Aufassung eines befreundeten Metzgers erreicht man dieses Ergebnis annähernd zwar auch, indem man den Lyoner-Ring kurz in Wasser "erwärmt" (ca. 80° C), nicht aber "kocht".
Ein ähnliches Ergebnis dürfte durch Erwärmen der Wurst in enem Dampfgarer zu erzielen sein (Wurst, gebrüht, erwärmen, z. B. Lyoner, Weißwurst).
Dabei ist zu beachten, soweit einstellbar: Temperatur: 85-90°C Feuchtigkeit: 100% Garzeit: 10-20 min.
Eine andere Methode, ähnelt einer mir bekannten "Technik", Fleischkäse (in Bayern = "Leberkäs") so zu erwärmen, dass er (annähernd wie "Warmer Fleischkäse" frisch vom Metzger) schmeckt. Dazu wird eine ca. 1 - 1,5 cm dicke kalte Wurstscheibe in nasses Brotpapier (Pergamentpapier) eingeschlagen und in eine (beschichteten) Pfanne langsam und vorsichtig von beiden Seiten erwärmt. Die Wurst darf nicht "braten", sondern nur schön warm bis heiß werden.
So könnte man also auch den Lyoner-Ring ebenfalls in (feuchtes) Zeitungspapier (und Backpapier) eingeschlagen und ihn so "sanft" bei gemäßigter Temperatur im Backofen erwärmte, was in der Tat anderes schmeckt als gegrillt, gebraten oder gekocht.
Der Effekt ist, dass das feuchte Papier um die Wurst ein Austrocknen und "Verbrennen" der Haut verhindert, die Wurst aber trotzdem warm/heiß wird.
Probieren Sie es doch einfach mal so wie beschrieben aus.Statt Zeitungspapier würde ich allerdings auch Pergament-/Brotpapier nehmen. Und aufgepasst, dass es nicht zu brennen anfüngt!

 

 

"Rogers" Berliner Hackbällchen in Fenchel-Feta-Soße mit Reis

(eigenes Rezept etra für den "Nachwuchs" in Berlin entwickelt)

Man nehme:

Für die Hackbällchen: 1 kg Hackfleisch gemisch
Weckmehl (Semmelbrösel) je nach Konsistenz
2 Eier
Salz
Pfeffer
Maggi
Paprikapulver edelsüß (1 EL)
1 große Zwiebel sehr feingewürfelt
2 Knoblauchzehen sehr fein gewürfelt
Majoran (1 EL)
Für die Soße:
4 mittelgroße Fenchelknollen
Olivenöl
Gemüsebrühe (0,5 l)
200 g Sahne
200 g Feta (Schaf oder Kuh)
Beilage Reis:
2 Tassen Basmatireis
1 Tasse Riesling trocken
2 Tassen Wasser

Los geht's:

Die Zutaten für die Hackbällchen in einer großen Schüssel gut durchmischen, bis sich aus der Masse Blällchen mit einem Durchmesser von 4-5 am formen lassen. Die Bällchen in Olivenöl in der Pfanne braun anbraten und dann beiseite stellen.

Für die Soße die Fenchelknollen nach dem Waschen in gleiche kleine Stücke würfeln und in einer Pfanne in Olivenöl glasig dünsten, dann mit der Gemüsebrühe ablöschen und ca. 10 Minuten köcheln. Die Sahne beigeben, mit Pfeffer und Maggi abschmecken, den Feta klein bröckeln und zugeben.
Schließlich die Hackbällchen zugeben und alles zusammen noch 5-10 Minuten köcheln.

Anrichte:

Den inzwischen gegarten Reis (Reis mit der angegebenen Flüssigkeit kurz aufkochen und dann bei kleiner Hitze garen, bis die Flüssigkeit eingekocht ist) in eine Tasse geben und auf die Tellermitte "stülpen" und die Hackbällchen mit der Soße rundum trappieren.
Dazu passen ein leichter Salat (Z.B. Feldsalat) sowie ein leichter/milder Weißwein (z.B. Scheurebe halbtrocken vom Weingut Leonhard, Pfalz).

 

"Rogers" Irish Stew 

(Party-Rezept für ca. 25 Personen) 

 

Zutaten: 

5 kg Rindfleisch, gewürfelt, aus der Nuss oder Oberschale  (je nach Geschmack "original" auch mit Lammfleisch)

2500 g Zwiebeln, geschält und gehackt

15 EL Öl

1500 g Möhren, geschält und in Scheiben geschnitten

1000 g Sellerie, gewürfelt

5000 g Kartoffeln, geschält und halbiert

10 Lorbeerblätter

25 EL frische Petersilie, gehackt

5 EL frischer Thymian, gehackt

Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

1/2 bis 1 TL Chilipulver (scharf)

Etwas Thymian und Petersilie zum Garnieren aufheben

2200 ml Guinness oder Kilkenny-Bier

750 ml heißes Wasser

 

Los geht’s:

Das Öl in einem großen Topf erhitzen und die Fleischstücke kräftig anbraten. 

Danach die Zwiebeln, Sellerie, Möhren, Lorbeerblätter, Petersilie, Thymian, 2000 g der Kartoffeln hinzufügen und mit Salz und Pfeffer und dem Chilipulver würzen. 

Mit dem Bier und 250 ml Wasser begießen, alles vorsichtig untermischen. 

Bei kleiner Hitze im geschlossenen Topf ca. 2 bis 3 Stunden langsam schmoren lassen, zwischendurch immer etwas von dem restlichen Wasser (heiß) zufügen. 

Nochmals abschmecken und mit viel frischer Petersilie und dem restlichen Thymian servieren.

Die restlichen 3000 g Kartoffeln separat garen und als Beilage servieren. 

 

Als Getränk empfehlen sich gut gekühltes Guinness oder Kilkenny!

Als Nachtisch:

 

Buttermilch-Blaubeer-Pfannkuchen

 

Zutaten (ebenfalls für 25 Personen)

550 g Mehl

7.5 EL Zucker

3,5 TL Backpulver

2 TL Natron

900 ml Buttermilch

4 Eier

7 Eisweis verquirlt (kein „Schnee“)

200 ml Magermilch

600 g Blau- (Heidel)beeren

Los geht’s:

Mehl, Zucker, Backpulver und Natron vermischen.

Buttermilch, Eier, Eiweis und Magermilch ebenfalls verrühren.

Dann beide Mischungen zusammengeben und gut verrühren. Danach die Beeren unterheben.

Die Masse dann mit einem größeren Löffel in eine geölte heiße Pfanne gegen und beidseitig gut ausbacken.

Warm oder kalt als Nachtisch servieren.

 

 

 

 

Guten Appetit !